Diözese St. Pölten

  

Gemeinschaftsfahrt in den Lungau

28. bis 30. Juni 2026

Stiftsbibliothek Stift Admont

Prangstangenfest und
Samson-Umzug in Muhr
Pfarrkirche Mariapfarr

Pfarrkirche St. Johann im Pongau

Stadt Gmunden

 

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Das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus ist in Muhr im Lungau ein besonderer Festtag

An jedem 29. Juni haben in Muhr nicht nur die Schulkinder frei, der ganze Ort ist auf den Beinen, denn es ist „Prangtag“. Der Festtag beginnt schon am Vorabend bei der Mesnerkapelle mit der Segnung und dem Einbringen der Prangstangen, der feierlichen Andacht in der Kirche und einer Agape.

Wir die Mesner Gemeinschaft der Diözese St. Pölten werden dieses „Prangstangenfest“ in Muhr mitfeiern. Dazu reisen wir schon am Sonntag über Stift Admont an. Dort erleben wir zuerst eine sehr beeindruckende Führung in der größten Stiftsbibliothek der Welt.

Am Abend erreichen wir den Lungau, das Hotel Restaurant Stofflerwirt in St. Michael, wo wir für zwei Nächtigungen untergebracht sind. Der Montag verspricht vom Wetter her ein angenehmer Tag zu werden und wir brechen auf.

Um 9.00 Uhr beginnt in der Pfarrkirche Muhr der Festgottesdienst am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus. Zur anschließenden Prozession werden die „Prangstangen“ mitgetragen. Diese Blumenstangen, mit einer Länge bis zu 6 Metern werden von der Bevölkerung jedes Jahr zur Ehre Gottes angefertigt. Tausende Blumen werden zu langen Girlanden gebunden, welche dann kunstvoll und sorgfältig an den Stangen befestigt werden. Es ist ein 300 Jahre altes Gelöbnis nach einer schrecklichen Heuschreckenplage. Die Prangstangen bleiben dann bis zur Kräuterweihe am „Hochfrauentag“ dem 15. August in der Kirche.

Ab 14.00 Uhr beginnt eine Attraktion in Muhr, der traditionelle Samson Umzug. Es ist eine 5,30 m hohe Figur des alttestamentarischen Riesen, Samson, der durch den Ort begleitet wird. Die etwa 80 kg schwere Figur wird von einem kräftigen Mann auf den Schultern getragen. Bei der Prozession bewegt der Träger den Samson teilweise im Walzerschritt zu den Klängen der Musikkapelle. Seine vier Helfer begleiten und unterstützen den Samsonträger. Gemeinsam machen sie am Platz vor den Ehrengästen mit dem Samson eine Verneigung, wobei dieser dazu den Kopf nach links und rechts dreht um zu „sehen“ ob auch alle anwesend sind. Von diesem Schauspiel ergriffen setzen wir unsere Reise an diesem Festtag fort. Wir besuchen noch die Wallfahrtsbasilika Mariapfarr im Bezirk Lungau, wo uns die Mesnerin empfängt und durch „ihr“ Gotteshaus führt. Zum Abschluss feiern wir noch gemeinsam eine Marienandacht. Bei strömenden Regen kommen wir zum Bus und fahren noch nach Göriach, wo wir im Gasthaus Lacknerhof ein echt salzburgerisches Abend Buffett bei gemütlichen Stunden genießen können.

Der Dienstag ist schon wieder Abreisetag und wir verlassen den Lungau. Ein Mesner von St. Johann im Pongau, unserer nächsten Station, empfängt uns schon am Busparkplatz. Er begleitet uns unter Glockengeläute zu der Pfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer und Evangelisten. Nach einer Erklärung der bewegten Geschichte der Pfarrkirche teilen wir uns in Gruppen auf. Der eine Mesner führt uns durch die Kirche und spielt für uns auch auf der Orgel einige Lieder, welche wir auch mit unserem Gesang begleiten. Mit dem zweiten Mesner dürfen wir das mechanische Uhrwerk und die beiden Glockentürme besichtigen. Vor der Abfahrt hat der Busfahrer für uns noch eine Würsteljause vorbereitet, bevor es zu unserer letzten Station, der Stadt Gmunden geht.