20 – C + M + B – 23

Christus mansionem benedicat
Christus segne dieses Haus

Gesegnet seien alle Kinder und Erwachsenen, die als Sternsinger/innen von Tür zu Tür ziehen, um die Friedensbotschaft zu verkünden.
Öffne die Herzen und Hände der Menschen, dass durch ihre Bereitschaft zu teilen, alle Menschen dieser Welt faire Chancen bekommen, sie Zugang zu Bildung erhalten und ihr Leben in Würde und Freiheit gestalten können.

Herzlich Willkommen bei der Österreichischen Mesner Gemeinschaft

Auf unserer Homepage finden sie / findest du viele Informationen und wissenswertes über unsere Gemeinschaft.

Mesnergebet

Jesus, mein Herr und mein Gott, ich liebe dein Haus, die Wohnstätte deiner Herrlichkeit. Vermehre meinen Glauben und meine Liebe und dadurch die Ehrfurcht vor deiner heiligen Gegenwart. Mit Freude will ich jeden Tag hintreten zum Hause des Herrn. Möge die Glut meines Herzens wie das Ewige Licht brennen. Lass mein Gebet wie Weihrauch zu dir emporsteigen. Der Eifer für dein Haus möge mich so verzehren, dass ich täglich würdig, aufmerksam und andächtig meinen erhabenen Dienst ausübe und dadurch mein ganzes Benehmen deine Ehre und Glorie fördere, mich selbst heilige und andere erbaue.
Amen.

Die Heiligen Drei Könige

Der Volksmund hat den Sterndeutern aus dem Osten, 
wie sie in der Bibel genannt werden, einen königlichen Mantel umgehängt. Sie machen sich auf, um den 
neugeborenen König der Juden zu suchen. Unter ihnen ist auch ein Mensch mit dunkler Hautfarbe. Denn 
Jesus ist auch für die Menschen auf dem „Schwarzen 
Kontinent“ als Heiland erschienen, eben für alle!

Sie brechen auf, weil sie einen Stern gesehen haben, dem sie folgen. Dieser Stern verspricht ihnen Glück und ein neues Leben. Und das wollen sie suchen. Letztlich aber ist es die Suche nach Gott, die sie unruhig macht, und die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Weit weg von zu Hause suchen sie dieses Glück und eben auch dort, wo man normalerweise ein neugeborenes Königskind sucht: im Königspalast. Auf ihrem Weg bestehen sie ungezählte Gefahren, sie überwinden Hindernisse und Enttäuschungen. Aber ihre Sehnsucht nach mehr lässt sie alle Krisen überstehen. Diese Heiligen Drei Könige haben wirklich Großes im Sinn. Sie haben ein großes Ziel. Und ihre Erwartung muss sich wohl von Tag zu Tag gesteigert haben. Auch ihre Spannung und Neugierde. Nach all den Strapazen haben sie sich gewiss etwas Großartiges und Außergewöhnliches erhofft. Dann sind sie endlich am Ziel! Und was sehen, finden und erleben sie? Zuallererst wohl eine arge Enttäuschung! Denn da ist kein Königskind in Silber und Gold; von Prunk und Herrlichkeit keine Spur. Sie finden vielmehr in einer ganz gewöhnlichen Umgebung ein ganz gewöhnliches Kind, das nach außen hin zumindest gar nicht göttlich ausschaut. Aber der Stern sagt ihnen: Das ist es, besser gesagt: Der ist es, den sie gesucht haben! Und sie fallen nieder und beten dieses Kind an. Sie huldigen ihm und bringen ihm ihre Geschenke! Was ist geschehen? – Sie sind ausgezogen, um Gott zu suchen, und ihre Suche endet so ganz anderes, als sie sich das vorgestellt haben. Sie finden Gott nicht im Himmel, sondern auf Erden. Sie finden ihn nicht im Außergewöhnlichen, sondern im Alltag! Sie finden ihn nicht im Wunder, sondern im Gewöhnlichen! – Ob das nicht auch für uns ein deutlicher Hinweis ist? Wie oft warten auch wir auf etwas Außerordentliches, und vor lauter Warten auf ein Wunder, das sich dann doch nicht einstellt, vergessen wir auf das Heute und verpassen dadurch viele Gelegenheiten, in denen uns Gott 
begegnen möchte.
Eine Frage: Ob diese Sterndeuter aus dem Osten nicht wir selber sind? Auch wir spüren ganz tief in uns die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Und letztlich ist das die Sehnsucht nach Gott selber. IHM begegnen wir nicht weißgottwo, sondern – vorausgesetzt, dass wir ihn ehrlich suchen –, im Alltag unseres Lebens, in unseren Mitmenschen – besonders in den Leidenden – und ganz sicher im Kind von Betlehem. Und dieses Kind sollen auch wir anbeten, denn es ist Christus, der Sohn Gottes, der Retter der Welt.


Weihbischof Dr. Hansjörg Hofer, Erzdiözese Salzburg