Segen

Du bist hineingestellt in diese Welt
Du bist gerufen durch die Taufe.

Du bist gesalbt mit Christus

zur Prophetin

zum Priester.

Sei gesalbt und gesegnet mit königlicher Würde

und setz dich ein für Gerechtigkeit und Menschlichkeit.

Sei gesalbt und gesegnet mit prophetischer Weisheit

und sprich klare und einfühlsame Worte.

Sei gesalbt gesegnet mit priesterlicher Berufung

und hab ein offenes Ohr

Herzlich Willkommen bei der Österreichischen Mesner Gemeinschaft

Auf unserer Homepage finden sie / findest du viele Informationen und wissenswertes über unsere Gemeinschaft.

für die Freuden und Nöte deiner Mitmenschen

und für Gottes Wort.

Gesalbt und gesegnet

bist du berufen, Gottes Liebe

königlich

prophetisch

priesterlich

in die Welt zu tragen.


Text: Monika Weilguni

Pfarre Linz-St. Konrad

Mesnergebet

Jesus, mein Herr und mein Gott, ich liebe dein Haus, die Wohnstätte deiner Herrlichkeit. Vermehre meinen Glauben und meine Liebe und dadurch die Ehrfurcht vor deiner heiligen Gegenwart. Mit Freude will ich jeden Tag hintreten zum Hause des Herrn. Möge die Glut meines Herzens wie das Ewige Licht brennen. Lass mein Gebet wie Weihrauch zu dir emporsteigen. Der Eifer für dein Haus möge mich so verzehren, dass ich täglich würdig, aufmerksam und andächtig meinen erhabenen Dienst ausübe und dadurch mein ganzes Benehmen deine Ehre und Glorie fördere, mich selbst heilige und andere erbaue.
Amen.

Ostern und die Hl. Öle

Am Gründonnerstag Vormittag, oder meistens in den Tagen davor in der Karwoche, findet im Dom eine besondere Bischofsmesse statt: die sogenannte Chrisam-Messe, in der die heiligen Öle für die gesamte Diözese geweiht werden: das Krankenöl für die Feier der Krankensalbung, das Katechumenenöl (für die Katechumenen, also die Taufbewerber, am Anfang ihres Weges) und das Chrisam.

Vom griechischen Wort „chrisma“ (Chrisam, Salböl) leitet sich unser „Christsein“ ab, nämlich vor allem vom griechischen „christós“, als griechische Übersetzung von „Messias“, und das heißt: „Gesalbter“. Jesus Christus ist die Mitte unseres Glaubens. Wie eng wir mit ihm verbunden sind, drückt sich auch darin aus, dass wir seinen Namen tragen dürfen: Wir sind Christinnen und Christen!


„Gesalbte“ werden wir bei der Taufe im ersten der sogenannten ausdeutenden Riten. Dadurch soll deutlich werden, was uns alles durch die Taufe geschenkt wird. Im Alten Testament wurden Könige, Priester und Propheten in einem besonderen Ritus gesalbt. In der Taufe erhalten auch wir, weil wir mit Christus verbunden sind – und auf seine besondere Art und Weise – königliche, priesterliche und prophetische Würde. Unsere höchste und tiefste Würde ist es ja, geliebte Söhne und Töchter Gottes zu sein. Das ist nicht zu überbieten und nicht auszulöschen.


Durch die heiligen Öle werden wir zu Ostern mit der ganzen Diözese verbunden. Das heilige Chrisam (von der Substanz her Pflanzen- oder meist Olivenöl, dem wohlriechende Balsame beigemischt sind) erinnert uns besonders an die Würde aller Getauften. Das Krankenöl erinnert uns an die Kranken in unserer Gemeinde und an den, der als Arzt gekommen ist, um zu heilen, was verwundet ist, und der unser Leid und unsere Krankheiten auf sich genommen hat: an Christus. Zu Ostern feiern wir, wie der Messias unsere menschlichen Erwartungen aufgenommen, durchkreuzt und erfüllt hat. Auf eine Weise, die wir manchmal nicht verstehen können und wo viele Fragen offenbleiben, aber auch so, dass Christus uns immer neu überrascht und beschenkt. Keine Dimension des Lebens bleibt ausgespart. Zu Ostern dürfen wir staunend und voller Dankbarkeit feiern, wie der Messias für uns gestorben und auferstanden ist, wie groß seine Liebe zu uns ist. Seine Liebe ist stärker als Sünde und Tod. Halleluja, Christus lebt!


Anton Leichtfried, Weihbischof der Diözese St. Pölten