Diözese St. Pölten

  

Patroziniums Wallfahrt
nach Maria Taferl

21. April 2018

Zu Ehren des Hl. Konrad von Parzham …

… pilgern jedes Jahr Mesnerinnen und Mesner aus der ganzen Diözese nach Maria Taferl. Am Samstag, den 21. April 2018 dem Gedenktag des Heiligen zelebrierte der geistliche Beirat Prälat Josef Wansch nach einem gemeinsamen Einzug in die Wallfahrtsbasilika den Gottesdienst. Dieser stand heuer unter dem Motto „Frieden“. Der Patron der St. Pöltner Mesner Gemeinschaft ist der Kapuzinerbruder Konrad von Parzham. Er ist ein „lebendiges Zeugnis des Friedens“ und den armen Menschen und Pilgern der damaligen Zeit von Altötting, wo er gewirkt hat, ein „Engel des Friedens“ gewesen.

„Friede sei keine Illusion, sondern habe in Christus ein solides Fundament. Ein erster und wichtiger Schritt sei der gütige Umgang mit allen Menschen, wie es Bruder Konrad vorgelebt habe“, betonte Prälat Wansch. „Gewalt und Hass kann nur durch die verzeihende Liebe durchbrochen werden. Mesner können dort wo wir stehen, in der Kirche und Sakristei Friedensstifter sein“.

Bei den Fürbitten hielten wir wie immer ein Gedenken für die verstorbenen Mesner des vergangenen Jahres und entzündeten für jeden eine Kerze.

Im Anschluss an den Wallfahrtsgottesdienst hielt Abt Michael Proházka vom Stift Geras einen Vortrag zum Thema „Der Beitrag der Ostkirche zum Weltfrieden“.


200. Geburtstag von Bruder Konrad

Der Heilige Bruder Konrad wurde am 22. Dezember 1818 als Johann Birndorfer auf dem „Venus-Hof“ in Parzham geboren. Er sollte nach dem frühen Tod seiner Eltern den Hof übernehmen, war sich aber nicht sicher ob er zum Bauern berufen sei. Schon in seiner Jugend unternahm er viele Wallfahrten, etwa nach Passau oder Aigen am Inn. Dort wirkte sein Beichtvater Benefiziat Dullinger, der ihm den Weg nach Altötting ins Kloster wies. 41 Jahre lang verrichtete Bruder Konrad seinen Dienst als Pförtner im Kloster St. Anna, dem heutigen St. Konrad-Kloster, bis zu seinem Tod am 21. April 1894. Die Katholische Kirche sprach Bruder Konrad 1930 selig, schon vier Jahre später wurde er von Papst Pius XI. heiliggesprochen.