Diözese St. Pölten

  

Maiandacht im
Kloster Schönbühel

19. Mai 2019

In´s Hl. Land versetzt

Einige Kilometer vom Stift Melk entfernt, stromabwärts an der Donau, liegt das gräfliche Schloss Schönbühel. Ein Stück weiter stand einst ein halbfertiges Schlössl an der Donau, das von den Schiffsleuten als „Ort der bösen Geister“, gemieden wurde. Diesen Platz wählte der fromme Graf Conrad Balthasar von Starhemberg aus, um auf dem Felsen 1666 eine Kapelle, getreu der Grabeskirche in Jerusalem zu bauen. Er wollte den Menschen in der Heimat die heiligen Stätten Palästinas wenigstens in einem Abbild näher bringen. In dieser „Grab Christi Kapelle“, wurde 1667 die erste heilige Messe gelesen. 1669 war auch der Kalvarienberg fertiggestellt. Er ließ er in den Jahren 1668-1674 in den Felsen hinein die Geburtskirche von Bethlehem nachbilden. Graf Starhemberg hatte zwar durch einen Franziskanerpater eine genaue Beschreibung der Länge, Höhe, Breite und Lage aller sich in Bethlehem befindlichen Grotten und Kapellen bekommen, die geologischen Verhältnisse von Schönbühel erforderten aber einige kleine Abweichungen vom Original. Der besseren Seelsorge wegen errichtete er eine eigene Pfarre, die der Passauer Bischof urkundlich 1669 bestätigte. Zur Betreuung der heiligen Stätten und zur Pfarrseelsorge berief er die Serviten nach Schönbühel, denen er ein Kloster bauen ließ. Die Klosterkirche ist der schmerzhaften Muttergottes und der hl. Rosalia geweiht.
(Text auszugsweise von der Website des Klosters Schönbühel -
www.kloster-schoenbuehel.at)

Die „Freunde des Klosters Schönbühel“ gestalten viele Andachten im Kirchenjahr mit anschließender Führung durch die Kirche und die hl. Stätten. Den Abschluss bildete immer ein gemütliches beisammen sein, im Refektorium des Klosters, bei Kaffee und Kuchen.

Wir von der Mesner Gemeinschaft haben uns vorgenommen jedes Jahr eine Maiandacht mit Texten und Gedanken des seligen Franz Jägerstätter und seiner Frau Franziska zu gestalten. Dazu wählen wir uns immer ganz besondere Orte in der Diözese aus. In diesem Jahr fiel unsere Wahl auf das Kloster Schönbühel.

Richard Wöginger